03 Februar 2016

Tipps für eine gute Leinenführigkeit - funktioniert nicht nur bei Deutschen Doggen

Zugegeben: Die Leinenführigkeit funktionierte bei uns nicht immer so gut wie jetzt. Auch ich hing schon an der Leine wie ein Fähnchen im Winde. Und ja, ich lag auch schon mal im Feld, weil Floris unbedingt einem anderen Hund hinterherwollte und ich mit aller Kraft versuchte, ihn zu halten. Alles schon vorgekommen. Ich weiß noch genau, wie wütend ich war – vor allem auf mich selbst, weil ich es damals einfach nicht hinbekam.

Vorbildliches Leinenlaufen beim Longieren 


Für uns gab es einen entscheidenden Weg, wie es mit der Leinenführung schließlich klappte.
Dieser Weg ist der Schlüssel zum Erfolg. Doch dazu gleich mehr. Vorher noch ein paar praktische Tipps, die jeder ganz einfach ausprobieren kann:

Wir haben auf unseren Gassigängen immer mal wieder Tempo- und Richtungswechsel eingebaut. Einfach so, aus heiterem Himmel. Hundi ist dann erst verwirrt, merkt aber schnell: Hey, ich muss aufpassen! Floris wurde dadurch viel aufmerksamer und wollte einen abrupten Richtungswechsel auf gar keinen Fall verpassen. Die Tempowechsel fand er spannend – schließlich gibt es kaum Lustigeres als ein Frauchen, dass auf einmal wie von einer Tarantel gestochen losrennt. ;-) Und wenn er doch mal wieder ziehen wollte, bin ich entweder stehengeblieben und habe einen Moment gewartet, bis er wieder konzentriert bei der Sache war oder bin einfach umgedreht und ein paar Schritte zurückgelaufen. Ich bin auch durchaus das ein oder andere Mal sanft in Floris „reingelaufen“, wenn er mal wieder seinen Dickkopf durchsetzen wollte ;-) Das alles führte dazu, dass wir oft für kleinste Strecken ewig gebraucht haben. Und dazu, dass die Nachbarn mich für völlig verrückt erklärt haben. Aber effektiv war es – und das ist es, was zählt.

Floris und Frauchen im entspannten Leinentraining 

Gute Erfahrungen haben wir auch mit dem Soft-Touch-Geschirr gemacht, einem kleinen Hilfsmittel, anhand dessen sich der Hund leicht führen lässt. Wer sich dafür interessiert, kann hier den ganzen Artikel lesen: KLICK!

Das Soft-Touch-Geschirr im Einsatz

Ihr fragt euch, was denn nun der Schlüssel zum Erfolg ist? Nun, es ist eigentlich ganz einfach: Wenn die Bindung zum Hund gut funktioniert und man selbst die Führungsrolle übernimmt, ist das die halbe Miete und der Rest ein Kinderspiel. Denn eine gute Bindung und eine klare Rollenverteilung sind die Grundlage jeglichen Trainings.

Ganz wichtig – knuddeln und loben

Und wenn es trotzdem nicht 100 %-ig funktioniert? Don’t worry, denn nobody and no dog is perfect! J

Liebe Grüße aus Flotown
Daniela & Floris 


Dieser Artikel erschien zuerst im Rahmen der Reihe "Leinenwirrwarr" im Blog von Hundekind Abby als Gastbeitrag. 

Kommentare:

  1. Es gibt viele gute Tipps und Wege um es zur entspannten Leinenführigkeit zu schaffen / meistern.
    Aber es stimmt, das A und O ist eine gute und intakte Hund-Mensch-Beziehung.
    Wo man sich eigentlich schon fast ohne Worte versteht und weiß die Stärken und Schwächen des Partners zu kennen.

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  2. Stimme dir und Daniela vollkommen zu. Die Beziehung zum Hund ist so ziemlich der wichtigste Aspekt.

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DANKE für deinen Kommentar! WUFF, Floris